Chronik der FF Stadtkyll

1876:

Am 15. August gründen unter Bürgermeister Amling 28 aktive Mitglieder die FF Stadtkyll. Zum ersten Brandmeister wird Herr Kersten berufen.

 

1885:

Mit einem Hydranten- und Schlauchkarren, per Hand gezogen, steht der erste Feuerwehrwagen zur Verfügung.

 

1892:

Johann Haepp übernimmt die Leitung der Wehr.

 

1899:

Zum neuen Brandmeister wird Matthias Bohnen berufen.

 

1905:

Wechsel der Wehrführung: Josef Pütz wird zum Brandmeister ernannt.

 

1918:

Nach Beendigung des I. Weltkrieges muss die Wehr völlig neu aufgebaut werden, hat aber bald wieder die vorherige personelle Stärke erreicht. Michael Zulauf wird mit der Leitung der Wehr beauftragt.

 

1926:

Zum 50jährigen Bestehen, im Jahre 1926, bekam die Stadtkyller Wehr die heute noch erhaltende Bannerfahne. Diese Fahne wurde zum Teil gestiftet und zum anderen von der Feuerwehr selbst finanziert.

 

1927:

Das 50jährige Bestehen wurde aber erst im Jahre 1927 in großem Rahmen gefeiert. Die Wehr fand das uneingeschränkte Lob der Feuerwehrdienststellen. Gegen Ende der Feierlichkeiten zog ein starkes Gewitter auf, und es gingen so große Wassermassen nieder, dass Gäste und Wehrmänner aus dem Zelt flüchten mussten. Tische und Bänke wurden sogar aus dem Festzelt herausgeschwemmt.

FF Stadtkyll 1927

Im Vordergrund von links: Wehrführer Michael Zulauf, ehemaliger Wehrführer Josef Pütz,

Gründungsmitglied Heinrich Maus und stellv. Wehrführer Johann Klinkhammer.

1930:

Die erste Motorspritze mit TS-Anhänger wird von der Gemeinde zur Verfügung gestellt. Ein Meilenstein in der Geschichte der Stadtkyller Feuerwehr.

 

1932:

Mit 56 aktiven Wehrleuten, aufgeteilt in zwei Löschzüge, verzeichnet man den höchsten Mitgliederstand.

 

1936:

Feierlichkeiten aus Anlass des 60-jährigen Bestehens, verbunden mit der Ausrichtung des Kreisfeuerwehrtages des damaligen Landkreises Prüm.

 
FF Stadtkyll 1936 - Kreisfeuerwehrtag

Vorbeimarsch an den Ehrengästen anlässlich des Kreisfeuerwehrtages 1936

1938:

Errichtung eines neuen Gerätehauses. Eine neue Motorspritze löst die alte Spritze ab.

 

1945:

Wiederum muss ein völliger Neuaufbau der Wehr beginnen. Während des 2. Weltkrieges wurde das Gerätehaus mit sämtlichem Inventar durch Bombeneinwirkung zerstört. Auf Anordnung der Alliierten wird die Mitgliederzahl auf 10 reduziert. Oberbrandmeister Zulauf übernimmt nach 1918 zum zweiten Male die Initiative zum Neuaufbau.

 

1950:

Der Neuaufbau ist abgeschlossen. Die Wehr verfügt über 26 aktive Mitglieder. Ein neues Gerätehaus mit Steigerturm ist errichtet, eine neue Tragkraftspritze TS 8/8 mit TS-Anhänger sowie entsprechende Gerätschaften stehen für den Übungs- und Ernstfall bereit. Nach 31 Jahren Amtszeit wird OBM Michael ZuIauf in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet und zum Ehrenbrandmeister auf Lebenszeit ernannt. Die Leitung übernimmt Brandmeister Heinrich Haepp.

 

1951:

In großem Rahmen wird das 75-jährige Stiftungsfest gefeiert. Nach Ernennung des OBM Heinrich Haepp zum Amtsbrandmeister wird Matthias Peters zum Brandmeister und Leiter der Wehr bestellt.

FF Stadtkyll 1951

Die Wehr 1951 vor dem neuen Feuerwehrhaus mit Altersabteilung

1963:

Die Wehr erhält das erste motorisierte Löschfahrzeug (TSF).

 

1970:

wird vom Landkreis Prüm ein gebrauchtes Tanklöschfahrzeug (TLF 15), Baujahr 1955, erworben. Die Wehr gewinnt an überörtlicher Bedeutung. Im Zuge der Verwaltungsreform werden die bisherigen Amtsbezirke Stadtkyl1 und Lissendorf zur neuen Verbandsgemeinde Obere Kyll, im Landkreis Daun (jetzt: Vulkaneifel), zusammengefasst. OBM Altenweg wird zum  Stv. Wehrleiter der Verbandsgemeinde Obere Kyll bestellt. Neben der FF Lissendorf ist die FF Stadtkyll nunmehr offiziell Stützpunktwehr innerhalb der VG Obere Kyll.

 

1971:

Oberbrandmeister Matthias Peters tritt vom aktiven Feuerwehrdienst zurück. Nachfolger wird Brandmeister Ernst Altenweg. der gleichzeitig zum Oberbrandmeister ernannt wird.

 

1973:

Zusammen mit den Nachbarwehren Jünkerath, Schüller und Schönfeld wird der ABC-Zug des Kreises Daun gebildet. Ein Vorausentgiftungsfahrzeug des ABC-Zuges wird in Stadtkyll stationiert.

 

1976:

100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Stadtkyl1. Mit der Ausrichtung des Kreisfeuerwehrtages wird dieses stolze Jubiläum gefeiert. Gleichzeitig wird. nach einjähriger Bauzeit, ein modernes Feuerwehrgerätehaus, das von der Verbandsgemeinde Obere Kyll mit einem Kostenaufwand von rd. 172.000,-- DM errichtet wurde, eingeweiht; die nutzbare Fläche beträgt 170 m².  Vorhanden sind eine Fahrzeug- und Gerätehalle. Schulungs- und Aufenthaltsraum sowie ein Dusch- und Waschraum.

 
FF Stadtkyll 1976

Die Wehr 1976 vor dem alten Rathaus in Stadtkyll

Abriss Feuerwehrturm - FF Stadtkyll 1976

Abriss des alten Feuerwehrturmes 1976

1978:

Von Seiten des Bundes wird für den ABC-Zug ein weiteres Fahrzeug, ein VW-Kübelwagen in Stadtkyll stationiert.

 

1979

Innerhalb von einem Monat erhält die Wehr zwei weitere Fahrzeuge. Zunächst wird vom Kreis Daun ein Gerätewagen-Öl für die Ölschadensbekämpfung zur Verfügung gestellt. Von der Verbandsgemeinde wurde ein Gerätewagen zur technischen Unfallhilfe angeschafft. Wenige Monate später bewähren sich beide Fahrzeuge, nachdem ein Tankzug verunglückte und eine größere Menge von leichtem Heizöl in das Erdreich eindrangen und die  Wasserläufe Simmel und Kyll verseuchten.

 

1980:

Die Wehr zählt 31 aktive Mitglieder. Der ABC-Zug erhält mit einem Dekontaminations-Mehrzweckfahrzeug (DMF) bereits das 3. Fahrzeug. Für die Unterstellung von Fahrzeugen wird in unmittelbarer Nähe des Gerätehauses eine Kfz-Halle angemietet.

Im gleichen Jahre wurde auch das Tragkraft-Spritzenfahrzeug (TSF) einschließlich feuerwehrtechnischer Beladung ausgeliefert.

 

1982:

Vom Landkreis Daun wurden der Verbandsgemeinde Obere Kyll insgesamt 40 lfm schwimmende Ölsperre zur Verfügung gestellt, die der Freiwilligen Feuerwehr Stadtkyll zur Benutzung und Pflege übergeben wurden.

 

1984:

Der vorhandene Schulungs- und Aufenthaltsraum wurde in Eigenleistung und aus Mitteln der Freiwilligen Feuerwehr völlig restauriert. Zusätzliche finanzielle Mittel der Verbandsgemeinde wurden hierzu nicht benötigt.

 

1985:

Ebenfalls aus Eigenmittel der Freiwilligen Feuerwehr Stadtkyll wurde die gesamte Bestuhlung des Schulungs- und Aufenthaltsraumes neu beschafft. Der Raum dient wie bisher, vornehmlich der Schulung neu eingetretener Feuerwehrangehöriger.

 

1986:

Die Freiwillige Feuerwehr Stadtkyll feiert am 09. und 10. August 1986 das 110-jährige Bestehen in Verbindung mit dem 15. Feuerwehrtag der Verbandsgemeinde Obere Kyll und ist für die Ausrichtung dieser Festveranstaltung verantwortlich.

 

1987

Erweiterungsbau der Feuerwehrgerätehauses um einen weiteren Stellplatz und einen besonders großen und attraktiven Schulungsraum. Die Baukosten betrugen insgesamt 263.000,00 DM und wurden finanziert mit 158.000,00 DM Zuwendungen des Landes Rheinland-Pfalz aus der Feuerschutzsteuer und 105.000,00 DM Eigenanteil der Verbandsgemeinde Obere Kyll, die in voller Höhe durch Eigenleistungen der Feuerwehrangehörigen erbracht wurden. Hierzu waren fast 8.500 Arbeitsstunden der Feuerwehrangehörigen erforderlich.

 

1988:

Einweihung des fertig gestellten Erweiterungsbaues des Feuerwehrgerätehauses sowie Übergabe der neuen Feuerwehrfahrzeuge:

- Tanklöschfahrzeug (TLF) 16/25

- Rüstwagen (RW) 1

- Anhängerleiter 16/4.

Die Einweihung und Übergabe der neuen Fahrzeuge fand am 10. Juni 1988 im Beisein von Landrat Orth im Feuerwehrgerätehaus statt. Die Gesamtkosten dieser neuen Fahrzeuge betrag 476.000,00 DM, wofür Zuschüsse des Landes Rheinland-Pfalz aus der Feuerschutzsteuer und des Kreises Daun von 331.550,00 DM gezahlt wurden. Es handelt sich um modernste Fahrzeuge, die mit Funkgeräten, entsprechender Unfallausrüstung, Schaumausrüstung, Beleuchtungssätzen und modernsten Brandschutzausrüstungen ausgestattet sind.

 

1989:

Infolge des Erreichens der Altersgrenze schied der langjährige Wehrführer Ernst Altenweg zum 31.12.1988 aus dem aktiven Dienst aus. Neuer Wehrführer wurde am 01.01.1989 Werner Thiel. Zum Stellvertreter wurde Josef Humpertz ernannt.

FF Stadtkyll - Verabschiedung Altenweg

Verabschiedung Ernst Altenweg

FF Stadtkyll - Ernennung Thiel / Humpertz

Ernennung Werner Thiel / Josef Humpertz

1993:

Josef Humpertz bat auf Grund der Doppelbelastung (Kreisausbilder, Stv. Wehrleiter) um Entlassung aus dem Amt des stellvertretenden Wehrführer. Neuer Stellvertretender Wehrführer wurde Rudi Weinand.

FF Stadtkyll - Ernennung Weinand

Ernennung Rudi Weinand - Stv. WF

2001:

Als sodann im Jahre 2001 nach über 12 Jahren auch Werner Thiel um Entbindung des Amtes als Wehrführer bat, trat Rudi Weinand diese Aufgabe als Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr an. Als neuer stellvertretender Wehrführer würde Günter Dahm ernannt.

 

2010:

Am 05. März 2010 wurde Günter Dahm nach über 9-jähriger Tätigkeit von seinem Amt als Stellvertretender Wehrführer aus persönlichen Gründen entpflichtet. Frank Brehme wurde zum Stellvertretenden Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr ernannt. Günter Dahm bleibt der Freiwilligen Feuerwehr jedoch weiterhin als aktiver Feuerwehrkamerad erhalten.

 

2011:

Ein weiterer Führungswechsel fand sodann im Jahre 2011 statt, nachdem Rudi Weinand nach mehr als 10 Jahren ebenfalls aus persönlichen Gründen um Entlassung aus dem Amt des Wehrführers der Freiwilligen Feuerwehr Stadtkyll gebeten hatte. Nachdem bei der Jahreshauptversammlung die neue Wehrführung von den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr gewählt wurde, fand im Rahmen der Wehrführertagung am 18. März 2011 der Führungswechsel statt. Bürgermeisterin Diane Schmitz überreichte Herrn Rudi Weinand für seine langjährige ehrenamtliche Führungsaufgabe eine Dankurkunde und entließ ihn aus dem Amt des Wehrführers.

Frank Brehme wurde im Anschluss daran zum Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Stadtkyll ernannt. Arno Fasen übernimmt das frei gewordene Amt des Stellvertretenden Wehrführers. Rudi Weinand steht der Freiwilligen Feuerwehr weiterhin als aktives Mitglied mit seiner Erfahrung zur Verfügung und unterstützt die neue Wehrführung in allen Belangen.

 
Dankurkunde Rudi Weinand
Ernennung Frank Brehme - WF
Ernennung Arno Fasen - Stv. WF
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