Einsatzbericht 2017-16 - TH - VU mit eingekl. Kuh

Bericht Trierischer Volksfreund vom 22.03.2017 (fpl)
Zack - und dann ist alles weiß - von Fritz-Peter LindenEin gewaltiger Hagelsturm ist am Montagabend über das Obere Kylltal gezogen und hat Schäden hinterlassen.

STADTKYLL/HABSCHEID Verbeulte Autos, entlaubte Bäume, zerschlagene Scheiben, Dachziegel und einige vollgelaufene Keller in überschwemmten Straßen: Der Hagelsturm, der am Montagabend gegen 20 Uhr so plötzlich wie gewaltig über die Eifel rauschte, hat einiges an Schäden hinterlassen.

Auch im Straßenverkehr: Zwei Autofahrer erwischte es auf der Bundesstraße 51, in Höhe von Stadtkyll und in Fahrtrichtung
Köln: Nach Angaben der Polizei Prüm gerieten sie mit ihren Wagen uf der hagelbedeckten Fahrbahn ins Rutschen und schleuderten in den Graben. Beide Fahrer blieben unverletzt. Dennoch war die Situation zeitweise hochgefährlich, weil eins
der havarierten Autos mitten in einer Nebelbank stand, bis es vom Abschleppdienst geborgen war. Etliche Lastwagenfahrer, trotz Nebels sehr zügig unterwegs, hatten ihre Mühe, an der Unfallstelle vorbeizusteuern.


In Habscheid lief ein Hauskeller voll, wie Alexander Thiel, Wehrleiter der Verbandsgemeinde Prüm, zum TV sagt. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Habscheid und Winterspelt pumpten den Keller aus. Besonders heftig erwischt wurden die Dorfmitte von Stadtkyll und die direkt benachbarten Straßen: „Land unter“, meldet Stadtkylls Ortsbürgermeister Harald Schmitz am Morgen danach. Einen solchen Hagelsturm „hatten wir hier zuletzt vor 40, 45 Jahren.“ Der Wagen des Bürgermeisters und „jede Menge“ weiterer Autos weisen seit dem Sturm zahlreiche Beulen auf. Regen und Hagel überschwemmten einige Straßenabschnitte,
außerdem seien an mehreren Häusern Fassaden beschädigt oder Dachziegel und Scheiben kaputtgegangen. Auch das Dach der Halle von Schmied Manfred Müller in der Prümer Straße wurde an mehreren Stellen durchschlagen.

 

Erstaunlich: Die Camper im nahen Landal-Ferienpark bekamen vom Regen und Hagel kaum etwas mit: „Da war nichts“, sagt der Ortsbürgermeister. Nach ersten Einschätzungen habe der Sturm keine allzu gravierenden Schäden hinterlassen. Vor allem aber: „Gut, dass keinem was passiert ist.“ Der Rest ist Galgenhumor: In einigen Straßen seien so viele Blätter von den Bäumen gefallen „dass man da gut einen Fronleichnamsaltar hinmachen kann“. So heftig der Sturm in Stadtkyll wütete: Woanders kam man meist schadlos davon – aus Jünkerath, Lissendorf und anderen Nachbarorten sind keine Schäden bekannt. Auch die Gemeinden im Islek scheinen weitgehend verschont geblieben zu sein. Im Stadtkyller Nachbarort Kerschenbach, sagt Ortsbürgermeister Walter Schneider, „war es auch nicht so schlimm“. Allerdings hat es den Kerschenbacher Gemeindechef trotzdem erwischt: „Ich war leider in Stadtkyll. Mein Auto ist auch zerdeppert.“ Am Ende des plötzlichen Sturm- Spuks war die Eifeler Luft dann vorübergehend
so stark runtergekühlt wie das Verhältnis zwischen Angela Merkel und Donald Trump.


Am Dienstag war es tagsüber nicht mehr so brütend warm wie noch am Montag. Die Wetterdienste sagten unterdessen weitere
Gewitter vorher. Für den Rest der Woche sind in der Eifel weniger heftige Wetterbedingungen mit Temperaturen um die 25 Grad
angekündigt, erst am Samstag und Sonntag soll es nach aktuellen Vorhersagen wieder regnen.